Kompliziert: Steuern und Abgaben
Das Finanzamt möchte auch Geld haben. Dafür gibt es diverse Steuern, mit denen man sich auseinandersetzen sollte.
Die Mehrwert- oder Umsatzsteuer ist im Alltag sicherlich am häufigsten im Einsatz. Je nach Leistung werden derzeit 0 %, 7 % oder 19 % berechnet, die auf Rechnungen ausgewiesen und in der Umsatzsteuererklärung abgerechnet werden müssen. Die sogenannte Kleinunternehmerregelung gilt bis 22.000 € Umsatz im Jahr, bis zu dieser Summe kann oder muss die Umsatzsteuer nicht ausgewiesen werden und alle Rechnungen sind netto gleich brutto.
Das Vereinssteuerrecht ist wahnsinnig kompliziert, erst recht verknüpft mit der Gemeinnützigkeit. Allerdings bietet es auch viele Möglichkeiten, die eigenen Tätigkeiten präzise abzubilden. Was ist wirtschaftlicher Zweckbetrieb? Was sind Einnahmen im ideellen Bereich? Was ist umsatzsteuerpflichtig und was nicht? Hier sollte gemeinsam mit steuerberatenden Fachleuten eine Lösung gefunden werden.
Das Landesamt für Steuern hat einige Hilfen online: lstn.niedersachsen.de
Ebenso hat das Finanzministerium eine Broschüre mit Tipps www.mf.niedersachsen.de veröffentlicht.
Auch hier helfen Seminare und individuelle Beratung der Kolleg:innen im Landesverband Soziokultur www.soziokultur-niedersachsen.de
Körperschaftssteuer auf Gewinne ist abzuführen, wenn der Freibetrag von 5.000 € überschritten wird und die kommunale Gewerbesteuer kann fällig werden, wenn ein Freibetrag überschritten wird (in Hannover z. Z. 24.500 €). Ebenso kommunal erhoben wird die Vergnügungssteuer auf Tanzveranstaltungen, in Hannover entweder nach Kartenverkäufen mit 20 % der Nettoeinnahmen oder nach Fläche mit 2 € pro angefangenen 10 qm Veranstaltungsfläche. Gemeinnützige Einrichtungen müssen diese Steuerarten nicht entrichten.
Die Einkommenssteuer ist weitestgehend Privatsache, aber auch hier muss natürlich über Projekte oder Veranstaltungen erzieltes Einkommen versteuert werden.
Generell sollte man sich beim Thema Steuern und Abgaben Hilfe holen.