Dramaturgie ist wie ein gut platzierter Beat Drop, eine allen bekannte Gesetzmäßigkeit: eine sich aufbauende Melodie, dann eine kurze Pause und plötzlich geht es mit ganz viel Bass weiter, die Menge tobt. Nun gilt es sich diese Dramaturgie nicht nur für einen Moment vorzustellen, sondern für eine ganze Veranstaltung. Ein kleiner Walk of Imagination kann da sehr hilfreich sein: Stell dir vor du bist Teil des Publikums. Wenn du an den Veranstaltungsort kommst, was brauchst du? Was willst du wissen? Wenn du in den Ort reingehst, welche Stimmung soll dich erwarten? Du möchtest wahrscheinlich nicht sofort erschlagen werden, sondern dich erstmal orientieren. Wenn du dann mit einem Getränk vor der Bühne stehst, möchtest du in einen Flow kommen, nach den Höhen braucht es vielleicht eine kleine Pause? Dann gehst du diesen Weg noch mal als Veranstalter:in durch und fragst dich: Welche Erfahrung möchtest du deinem Publikum bereiten? Wie viel Input braucht es für diese Erfahrung? Passen die gebuchten Acts zusammen? Wie soll der Abend beginnen? Wann soll der Höhepunkt der Veranstaltung sein? Wie kannst du das für das Publikum erkennbar machen? Wie möchtest du die Veranstaltung ausklingen lassen?