Ob nützliche Informationen, die nötige Infrastruktur, direkte Beziehungen zur gewünschten Zielgruppe, Organisatorisches im Hintergrund oder Unterstützung beim Umgang mit speziellen Anforderungen – in diesen verschiedenen Bereichen des städtischen Lebens können dir Kompliz:innen eine große Hilfe sein:
• Sicherheit
Je nach Vorhaben gibt es vier relevante Adressen: Ordnungsamt, Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Bei der Planung von Aktionen im öffentlichen Raum müssen die Flucht- und Rettungswege frei bleiben und beim verwendeten Material auf den Brandschutz geachtet werden. Die Verletzungsgefahr muss so gering wie möglich sein! Das Stichwort lautet Prävention.
Der Kontakt zur Polizei und dem Ordnungsamt ist in manchen Fällen notwendig und kann sogar hilfreich sein. Eine Anmeldung für dein geplantes Vorhaben ist vor allem dann angebracht, wenn sich zum Beispiel ein erhöhter Publikumsverkehr und Ausstattungsgegenstände auf den Straßenverkehr auswirken oder die Lautstärke bei Anwohner:innen für Unruhe sorgt. Wenn zu guter Letzt noch auf die Sauberkeit geachtet wird, bist du garantiert auf der sicheren Seite.
• Gesundheit
Aktueller denn je und vor allem notwendig, wenn du darauf aus bist, Menschen zusammenzubringen und Räume oder Gegenstände geteilt werden. Absprachen mit dem Gesundheitsamt sind mit Blick auf ein Hygienekonzept unerlässlich.
• Soziales
Dieser Bereich deckt für alle Bürger:innen der Stadt verschiedene Einrichtungen und Beratungsstellen ab. Er ist vor allem eins: ganz nah dran am Leben der Menschen: Ob jung oder alt, inklusiv oder integrativ – die Ausrichtung der Angebote unterscheidet sich wie deren Zielgruppen. Willst du z. B. auf die Erfahrungen der älteren Semester bauen, dann lohnt sich ein Besuch im Alten- und Pflegezentrum oder der Weg zum Begegnungszentrum. Das All-inclusive-Paket hast du dann zusammen, wenn du Kontakt zur Lebenshilfe aufnimmst.
Jugend- und Familie – Solange die Welt noch in Ordnung ist und die Pubertät nicht für Gefühlschaos sorgt, sind die Kleinen meistens in Kindertagesstätte, Familienzentrum, Kinderhaus oder Spielpark anzutreffen. Eine Nummer größer findest du sie im Jugendzentrum oder Jugendtreff.
• Kultur
Generell sind Freizeitheime, Kulturtreffs oder Stadtteilzentren – egal ob in städtischer oder freier Trägerschaf – die richtigen Anlaufstellen, um auf verschiedene Altersgruppen und Angebote zu treffen. Im Kulturbereich kann sich der Horizont erweitern, denn Kultur wird unterschiedlich verstanden und gelebt. Das ist einleuchtend, da die Vielfalt der Menschen für ein großes Spektrum an Traditionen und Techniken sorgt sowie verschiedene Vorstellungen und Praktiken ermöglicht. So stellen Museen und Ausstellungshäuser nicht nur wertvolle Objekte in Glasvitrinen zur Schau, sondern bieten auch ein enormes Potenzial zur Entwicklung spannender Veranstaltungsformate. Galerien und Kunstvereine sorgen nicht nur für Inspiration oder Ausstellungsfläche, sondern können dir im Idealfall auch beim Erstellen und Organisieren von künstlerischem Eingreifen bzw. Interventionen im Stadtraum helfen. Manchmal gleicht das Alltagsgeschehen der Menschen zwar schon einer Performance, aber auch die etwas anderen Orte in deiner Umgebung können zur Spielstätte werden. Theater- und Konzerthäuser sowie Clubs und Veranstaltungszentren sind in diesem Fall auch Anlaufstellen.
• Sport
Den nötigen Ausgleich zum Berufs- und Alltagsleben bieten beispielsweise Sportvereine und Schwimmbäder. Egal, ob Hobby oder Wettkampf oder von lokaler bis internationaler Ebene, die Vereinslandschaft bietet verschiedene Ausrichtungen und Angebote zur sportlich-spaßigen Ertüchtigung. Daher bieten Sportvereine nicht nur spannende Räume für dein Projekt, sondern können dir auch bei der Planung und Umsetzung helfen. Außerdem sind sie eine gute Werbeplattform für deine Aktion, wenn sie zum Beispiel in direkter Nähe zu deinem Austragungsort sind oder deine Zielgruppe hier ihre Freizeit verbringt.
• Schule und Bildung
Wer kennt es nicht? Neue Erfahrungen, technischer Fortschritt oder sich ständig verändernde Lebenssituationen zwingen die Menschen zum Umdenken. Lebenslanges Lernen ist also keine alte Floskel, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung mit Zukunftsperspektive.
Dein Projekt kann die grauen Zellen wiederbeleben, wenn Erfahrungen, Informationen und Wissen ausgetauscht, weitergegeben oder -verarbeitet werden. Jedoch ist es keine Selbstverständlichkeit (und schon gar nicht eine Leichtigkeit), Bildungseinrichtungen einzubinden. Dafür brauchst du die Unterstützung von motivierten Lehrpersonal oder Pädagog:innen.
Ob allgemein- oder berufsbildende Schulen, Förderschulen oder eine International School – hier triffst du auf junge Menschen und neugierige Blicke. Schüler:innen einer Musikschule oder Studierende einer Hochschule sind vielleicht auch mal an einem Projekt fernab vom Schreibtisch interessiert. Eine Besonderheit sind Volkshochschulen, die mit einem breiten Kursangebot und verschiedenen Standorten im Stadtgebiet vertreten sind.
Auch die Stadtbibliothek oder das Stadtarchiv sind nicht nur Orte für Bücherwürmer und Aktenberge. Vielleicht können sie dich zum Beispiel beim nächsten öffentlichen Lesekreis unterstützen? Wenn es um grüne Daumen und ökologische Fußabdrücke geht, lohnt sich ein Kontakt zu umweltpädagogischen Einrichtungen, wie beispielsweise dem Schulbiologiezentrum oder der Walderlebnisstation. Um digitale und multimediale Angebote anbieten oder vermitteln zu können, stellt dir das Medienzentrum der Region womöglich die passenden Geräte zur Verfügung. Na? Ist jetzt noch ein Brainstorming nötig oder muss erstmal alles reflektiert werden? Eventuell bieten dir Schullandheim oder Jugendgästehaus ja die dafür nötigen Seminar- und Gästeräume.
• Umwelt & Nachhaltigkeit
Wie wichtig ein achtsamer und nachhaltiger Umgang mit der Natur, den Tieren, Pflanzen und den endlichen Ressourcen unseres Planeten ist, führt uns die Klimakrise allgegenwärtig vor Augen. Auch weil die Menschen selbst zur bedrohten Art werden können, muss in vielen Bereichen umgesteuert werden.
Einrichtungen, die sich dieser Menschheitsaufgabe widmen, gibt es mittlerweile in jeder Stadt. Sie haben unterschiedliche Funktionen und Schwerpunkte. Einige erarbeiten Strategien und Maßnahmen, die dann an anderer Stelle umgesetzt werden. Andere organisieren Projekte oder bieten Beratung und Manche sind für die grundlegende Infrastruktur zuständig.
Auf kommunaler Ebene wollen Politik und Verwaltung diesen Herausforderungen mit einigen Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Agenda21- und Nachhaltigkeitsbüro, der Klimaschutz Leitstelle sowie der Klimaschutz Agentur Region Hannover und dem Programm Klimaschutzregion Hannover begegnen.
Also wohin mit dem ganzen Müll? Solltest du dir diese Frage stellen, kann dir der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover – aha bestimmt die passende Antwort oder sogar die richtige Tonne liefern. Doch auch hier gilt: weniger ist mehr!
Du hast Fragen zu Wasser? Es ist nicht nur ein kostbares Gut, sondern auch vielschichtiges Thema in der Stadt. Von Abwasser bis Hochwasser, von öffentlicher Toilette bis Renaturierung – der Bereich Stadtentwässerung widmet sich den Gewässern aller Art.
• Wirtschaft
Höher, weiter, schneller, effizienter und innovativer! Die Messe und das Kongresszentrum liefern die Show und setzen die scheinbar wichtigen Trends.
In dieser Geschäftswelt zählen andere Bewertungsmaßstäbe, die wenig Möglichkeiten zum Zusammenarbeiten bieten. Vielleicht ist das auch ganz gut so? Oder muss sich hier etwas grundlegend ändern? Dennoch bieten die Räume dieser beiden Wirtschaftszentren enormes Potenzial für eine alternative Nutzung. Das Haus der Wirtschaftsförderung ermöglicht hier eventuell einen Einstieg.
• Mobilität
Das A und O, um von A nach B zu kommen. Die Region Hannover mit dem weit verzweigtes Verkehrsnetz hat auch in diesem Bereich einige Angebote parat. Um den Menschen und der Umwelt gerecht zu werden, sind Bus und Bahn nicht von der Straße wegzudenken. Öffentlicher Nahverkehr ist ein unverzichtbarer Service und für die Erreichbarkeit vieler Orte unerlässlich. Solltest du also auf klimafreundliche An- und Abreisewege wert legen, lohnt sich eine Zusammenarbeit mit dem Großraum-Verkehr Hannover und den regionalen Unternehmen üstra und regiobus.
Bei speziellen Anforderungen findest du beim CarSharing garantiert auch das richtige Auto, um dich oder eine Gruppe sicher durch die Nacht zu bringen. Ein besonderes Angebot ist in diesem Fall auch das Frauennachttaxi.